Logbuch 2: Im Reich der Stille

Veröffentlicht am 23. März 2015 (Update am 09. April 2015)

Von Moritz Schwertner (Text & Fotos)

Durch einen kosmischen Zufall hatte ich irgendwann von einem langhaarigen Exil-Bayer eine E-Mail im Postfach hängen. Robby Schropp, Wohnsitz in Hurghada am Roten Meer, seinerseits ein profilierter Tauchlehrer mit Hang zu Abenteuern und der ägyptischen Wüste, stellte sich und sein Vorhaben kurz vor. Er wolle mir sein Wohnzimmer, die „Östliche Wüste“ im von politischen Auf- und Abstiegen gebeutelten Nordafrika näher bringen. Und mit mir bei einem Tee bei seinen Beduinen-Freunden sich mit mir über unsere gemeinsame Leidenschaft – Motorradfahren – unterhalten.

Ein wenig perplex von der neuen Bekanntschaft, mit seiner unerwartet prompten Einladung, schrieb ich ihm zaghaft zurück. Ich würde ja gerne einmal ins Land der Pharaonen, die Pyramiden sehen und auch super gerne einmal mit Beduinen Tee trinken. Doch die undurchsichtige politische Lage in seinem Land machte mir echt Sorgen. Ein Jahr lang quälte ich mich mit meiner Entscheidung, sprach mit Freunden und Bekannten, die allesamt schon irgendwann einmal in Ägypten unterwegs waren, aber nie außerhalb der Touristenhochburgen.

An einem kalten Novembermorgen sitze ich allen Bedenken zum Trotz dennoch am Flughafen Düsseldorf mit dem Crosshelm unterm Arm und warte ungeduldig auf meinen Flug. Fünf Stunden  Flugzeit und eine Stunde Zeitverschiebung nach vorn. Aus dem Tee ist währenddessen eine Woche Enduro-Abenteuer mit insgesamt zwei weiteren Mitfahrern plus Beduinen im Schlepptau geworden. Keine schlechte Voraussetzung für eine coole Geschichte eigentlich...

Den Rest der Story findet Ihr in der Motorrad News, Ausgabe April 2015.